Welche Versicherungen braucht Eventpersonal?
19.01.2026

Eventpersonal benötigt je nach Beschäftigungsform und Tätigkeitsbereich verschiedene Versicherungen. Grundsätzlich sind Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Die Kostenverantwortung liegt bei Festanstellungen meist beim Arbeitgeber, bei Freelancern jedoch beim Arbeitnehmer selbst. Ohne ausreichenden Schutz können bei Schäden oder Verletzungen hohe Kosten entstehen.
Welche Grundversicherungen braucht jeder Eventmitarbeiter?
Jeder Eventmitarbeiter benötigt mindestens eine Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Diese drei Versicherungsarten decken die häufigsten Risiken ab, die bei der Arbeit auf Events auftreten können. Die Haftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzforderungen, die Unfallversicherung bei Verletzungen und die Berufsunfähigkeitsversicherung bei dauerhaften Arbeitsausfällen.
The private Haftpflichtversicherung reicht oft nicht aus, wenn Du beruflich tätig bist. Deshalb brauchst Du eine Berufshaftpflichtversicherung, die auch Schäden abdeckt, die während der Arbeitszeit entstehen. Das ist besonders wichtig, wenn Du mit teurer Technik arbeitest oder in direktem Kundenkontakt stehst.
Bei der Unfallversicherung gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Absicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen und auf dem Arbeitsweg. Eine private Unfallversicherung schützt Dich rund um die Uhr und zahlt auch bei Freizeitunfällen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird oft übersehen, ist aber gerade für Personnel im Eventbereich wichtig. Körperliche Arbeit und unregelmäßige Arbeitszeiten können zu gesundheitlichen Problemen führen. Diese Versicherung sichert Dein Einkommen ab, wenn Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.
Wer zahlt eigentlich für Versicherungen bei Eventpersonal – Arbeitgeber oder Arbeitnehmer?
Bei Festanstellungen zahlt der Arbeitgeber die Pflichtversicherungen wie Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Freelancer und Minijobber müssen sich größtenteils selbst versichern. Die Verantwortung hängt stark von der Beschäftigungsform ab und kann bei unklaren Arbeitsverhältnissen zu Problemen führen.
Festangestellte Eventmitarbeiter sind über ihren Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das bedeutet, die Beiträge für Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden automatisch vom Gehalt abgezogen, und der Arbeitgeber zahlt seinen Anteil dazu. Zusätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine gesetzliche Unfallversicherung abzuschließen.
Anders sieht es bei Freelancern und selbstständigen Eventmitarbeitern aus. Sie müssen sich komplett selbst versichern und alle Beiträge allein tragen. Das betrifft sowohl die Krankenversicherung als auch freiwillige Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Minijobber haben eine Sonderstellung. Bei einem 520-Euro-Job zahlt der Arbeitgeber Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung. Du kannst Dich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, solltest aber die Nachteile für Deine spätere Rente bedenken.
Problematisch wird es bei Scheinselbstständigkeit. Wenn Du formal als Freelancer arbeitest, aber faktisch wie ein Angestellter behandelt wirst, können nachträglich Sozialversicherungsbeiträge fällig werden. Das kann für beide Seiten teuer werden.
Was passiert, wenn Eventpersonal einen Schaden verursacht oder sich verletzt?
Ohne ausreichenden Versicherungsschutz musst Du Schäden aus eigener Tasche bezahlen, was schnell existenzbedrohend werden kann. Bei Verletzungen ohne Unfallversicherung bleiben hohe Behandlungskosten und Verdienstausfälle oft an Dir hängen. Typische Schadensfälle reichen von beschädigter Technik bis zu Personenschäden durch Stürze.
Ein häufiger Schadensfall: Du stolperst beim Aufbau und beschädigst dabei teure Veranstaltungstechnik im Wert von mehreren Tausend Euro. Ohne Berufshaftpflichtversicherung musst Du den kompletten Schaden ersetzen. Das kann bei professioneller Audio- oder Videotechnik schnell fünfstellige Beträge erreichen.
Noch kritischer wird es bei Personenschäden. Wenn durch Dein Verschulden ein Besucher stürzt und sich verletzt, können Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche entstehen. Solche Fälle können leicht sechsstellige Summen erreichen und ohne Versicherung zur Privatinsolvenz führen.
Bei eigenen Verletzungen während der Arbeit greift normalerweise die gesetzliche Unfallversicherung des Arbeitgebers. Als Freelancer bist Du jedoch nicht automatisch unfallversichert. Behandlungskosten, Reha-Maßnahmen und Verdienstausfälle musst Du dann selbst tragen oder über Deine Krankenversicherung abwickeln.
Besonders tückisch sind Spätfolgen von Unfällen. Was zunächst harmlos aussieht, kann sich zu dauerhaften Beschwerden entwickeln. Ohne entsprechende Absicherung stehst Du dann vor dem Problem, dass die Krankenversicherung zwar die medizinische Behandlung übernimmt, aber keinen Verdienstausfall ersetzt.
Wie viel kosten Versicherungen für Eventpersonal wirklich?
Die Kosten variieren stark je nach Beschäftigungsform und gewünschtem Schutz. Freelancer zahlen monatlich etwa 200–400 Euro für eine Grundabsicherung, während Festangestellte über Arbeitgeberbeiträge bereits gut abgesichert sind. Eine Berufshaftpflichtversicherung gibt es schon ab 10–20 Euro monatlich, eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung kostet 50–150 Euro.
Für selbstständige Eventmitarbeiter ist die Krankenversicherung meist der größte Kostenfaktor. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlst Du als Selbstständiger mindestens etwa 180 Euro monatlich. Eine private Krankenversicherung kann je nach Alter und Gesundheitszustand günstiger oder teurer sein.
Die Berufshaftpflichtversicherung ist dagegen vergleichsweise günstig. Für Eventpersonal mit niedrigem Risikoprofil beginnen die Tarife bei etwa 10 Euro monatlich. Arbeitest Du mit teurer Technik oder trägst höhere Verantwortung, steigen die Beiträge entsprechend.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung spielen Alter, Gesundheitszustand und gewünschte Rentenhöhe eine große Rolle. Als junger Eventmitarbeiter zahlst Du für 1.000 Euro monatliche Rente etwa 50–100 Euro Beitrag. Mit steigendem Alter werden die Beiträge deutlich teurer.
Um Kosten zu sparen, solltest Du verschiedene Anbieter vergleichen und Kombinationstarife prüfen. Manche Versicherer bieten Pakete speziell für Eventpersonal an, die günstiger sind als Einzelverträge. Wichtig ist aber, dass Du nicht am falschen Ende sparst und ausreichend abgesichert bist.
Die richtige Versicherungsauswahl hängt von Deiner individuellen Situation ab. Im Eventbereich buchen Unternehmen häufig Freelancer, die dann selbst für ihren Versicherungsschutz verantwortlich sind. Wir unterstützen sowohl Unternehmen als auch Eventpersonal dabei, die passenden Lösungen zu finden und arbeitsrechtliche Fragen zu klären. So können sich alle Beteiligten auf das konzentrieren, was wirklich zählt: erfolgreiche Events.
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