Nebenjob / Studentenjob München

Verlockung München – oder wie finanziere ich mir ein gutes Studentenleben in der bayerischen Hauptstadt?

München leuchtet – Das schrieb bereits der Literaturnobelpreisträger und Wahlmünchner Thomas Mann. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Literat gehörte allerdings zu den eher gut betuchten Bürgern seiner Zeit.

Als Student im 21. Jahrhundert und zu einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten stetig steigen, hast du es nicht ganz so einfach, dir ein gutes Leben in München zu finanzieren, oder? Dann ist ein Nebenjob, z.B. ein Promotion- oder Hostessenjob, der das Studium zeitlich und kräftemäßig nicht beeinträchtigt, neben Stipendium oder Elternfinanzierung mehr als gefragt.

Aushilfsjob oder Studentenjob: Leben und leben lassen

Die weißblaue Metropole im Süden des Landes gehört zu den beliebtesten Wohnorten der Republik. Ihr pulsierendes wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Leben zieht auch viele Studenten an, die an den renommierten Universitäten und Fachhochschulen den Grundstock für ihre Berufslaufbahn legen. Ausgehen macht hier Laune und das Klima – wenn nicht gerade Föhn herrscht – lässt die Alpen und den Süden ahnen.

Neben der heimischen Lebensfreude spielen auch die Nähe zu den beliebten landschaftlichen Schönheiten Oberbayerns und der kurze Weg in die Nachbarländer Österreich, Schweiz, Italien eine große Rolle. Schnell mal zum Wochenende über den Brenner zum Gardasee? Na klar, wenn es sich finanzieren lässt.

Die Lebenshaltungskosten in München sind überdurchschnittlich hoch, es sei denn, man kennt ein paar Tipps und Tricks. Und Quellen, aus denen man kostengünstig schöpfen kann.

Ein Studentenjob, der viel Luft für das Studium lässt

Gewitzte Studenten lernen im Laufe des Studiums viele Möglichkeiten kennen, nach Eignung und Interesse einige Hundert Euro monatlich dazuzuverdienen.

  • Jobbst du als Zeitungszusteller oder Fahrradkurier, musst du körperlich richtig fit sein. Wenn er sich auszahlen soll, sind Schnelligkeit, Ausdauer, Wetterfestigkeit und Präsenz gefragt.
  • Als Babysitter bringt du andere Fähigkeiten – Geschick mit Kinder umzugehen, Geduld – mit, ganz klar, und in der Bar oder beim Aushilfskellnern im Restaurant solltest du umgänglich, höflich, zuvorkommend und gesellig sein.
  • Wer ein Faible für Auslandsaufenthalte und ein spritziges Temperament hat, kann als Reiseführer oder Animateur Euros sammeln.
  • Blut zu spenden ist der klassische Weg zum Nebenverdienst, liegt aber – und noch mehr bei einem Einsatz als Medikamenten-Tester – nicht jedem, denn beide können gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
  • Und als Student verfügst du wahrscheinlich über kein freies Zimmer, das du an München-Besucher vermieten könntest.
  • Für Filmfreaks lohnt es sich, bei den Münchner Produktionsfirmen in Geiselgasteig nachzufragen. Komparsenjobs können sich allerdings als Zeitfresser outen.

Promotion Studentenjobs haben es drauf!

Viele Studenten haben bereits die Erfahrung gemacht, dass ein Studentenjob als Hostess oder Promoter sich besonders gut mit einem Studium vereinbaren lässt, denn er punktet mit unschlagbaren Vorteilen gegenüber Büro-, Kellner- und Kurierjobs. Bei einem Job in der Promotion seid ihr weitgehend frei:

  • Ihr könnt Eure Zeit selbstständig und flexibel einteilen und jeden Einsatz abwägen.
  • Gerade wenn Prüfungen anstehen, könnt ihr selbst auswählen, wie oft und wann ihr jobbt.
  • Unterschiedliche Einsätze machen den Job farbig und spannend.
  • Ganz nebenbei lernt Ihr neue Leute kennen und erweitert euer Kontaktfeld.
  • Es gibt kein festes Termin-Korsett, in die ihr gezwängt würdet.
  • Abgerechnet wird fair und zuverlässig durch die Personalagentur.

Kurzum, Vorzüge, die zu Euren Vorteilen geraten und besonders bei jüngeren Leuten begehrt sind. Ihr bleibt flexibel, beweglich und selbstbestimmt. Ein erfahrener Personalagentur kennt die Regeln und weiß um seine Verantwortung. Er wird jeden Auftrag und Einsatz gründlich prüfen – Ihr seid auf der sicheren Seite.

In Großstädten findet über das Jahr eine Vielzahl an interessanten und spannenden Events, Kongressen und Tagungen, Messen und Märkten statt, bei denen junge Leute gesucht werden, die im Service, als lebendige Werbung oder als Hostessen unterstützen. Zahl steigend! Neben den materiellen Vorzügen zählt für viele Studenten auch, dass die Promoter an Lebenserfahrung und Gewandtheit im Umgang mit Menschen gewinnen.

Der Promotionjob macht’s möglich: Leben und Wohnen in München

Der Schritt ins Studium und somit ins Erwachsenenleben ist meist auch der Schritt in eine eigene Lebenswelt. Du wirst flügge und verlässt in der Regel das Elternhaus, außer du wohnst am Studienort. 

Wenn du nicht in einer Wohngemeinschaft oder in Untermiete leben willst, musst du dein Budget gut prüfen. Denn gerade kleine Apartments sind schwer beliebt, daher auch umkämpft und folglich relativ teuer. 

In einer hippen Stadt wie München ist der Wohnungsmarkt dabei, durch die Decke zu stoßen. Mit durchschnittlich 16,40 Euro Mietzins pro Quadratmeter bei einer aktuellen Neuvermietung musst du rechnen, und dies bedeutet exklusive Strom, Heizung, Gas, Nebenkosten. Und leben willst du ja auch noch.:-)

Die Spanne ist natürlich bedingt durch die Attraktivität des jeweiligen Stadtteils, die er für seine Bewohner ausstrahlt. Ob du in Neu-Perlach (12,80 EUR/qm), Obergiesing (14,60/qm), Schwabing (17,00/qm) oder in der Maxvorstadt (18,1 EUR/qm) eine Wohnung suchst, macht sich im Mietpreis prägnant bemerkbar. Am Hasenbergl musst du mit 12,40 EUR pro Quadratmeter Mietzins rechnen, in Forstenried bereits mit 14,00 EUR/qm, in Solln mit 15,00 EUR/qm und in Altstadt Lehel mit 19,80 EUR/qm. Tendenz steigend. – Das macht den Wohnungsmarkt spürbar enger, denn wer nicht wirklich muss, zieht ungern um.

Dass der Wohnungsmarkt stark angespannt ist, ist allen deutschen Großstädte gemeinsam. In anderen bayerischen Großstädten (außer München und Ingolstadt) liegen die Durchschnittsmietpreise noch unter 10 EUR/qm, In Mittelzentren zwischen 4,60 EUR (Hof) und 9,70 EUR (Rosenheim) bei einer Wohnung mit mittlerem Wohnwert. 

Es lohnt sich also, sich vor dem Studienbeginn Gedanken zu machen, wie sich das Leben am gewünschten Standort realisieren und finanzieren lässt. Manche Studenten bringen ja bereits Erfahrungen als Promoter mit, die sie während der letzten Gymnasialjahre gesammelt haben.

Mit einem studentischen Nebenjob sich gut versorgen in München

Immer in der Mensa essen? Schmeckt nicht jedem. Aber die Kosten für Lebensmittel, Getränke, Haushaltswaren können das Budget stark belasten. 

Dann ist es gut, wenn du dich in deinem Umfeld umsiehst und bei Bäckereien (wie z.B. der Hofpfisterei in München), Gemüsehändler, Supermärkten und Märkten nach reduzierten Angeboten umsiehst: Brot und Backwaren vom Vortag etwa, Gemüse, das kurz vor Marktschluss spottbillig abgegeben wird, weil es sonst verdirbt, Milchprodukte kurz vor dem Mindestdatum (was immer noch eine gute Spanne ausreicht), auch abgepacktes Fleisch und Fisch kannst du mit Rabatt ergattern. 

Lebensmittelketten verfügen über eigene kostengünstige Produktlinien, sogenannte „No-names“, die meist im untersten Regal platziert sind, und deren Qualität den Vergleich mit Markennamen nicht scheuen muss. Auch die Preise auf dem Wochenmarkt differieren je nach Stadtteil.

Dass in Deutschland (wie auch in anderen EU-Ländern) eine hohe Menge an Lebensmitteln in durchaus verzehrbarem Zustand in Mülltonnen landet, ist beklagenswert. Die „Tafeln“, die sich in vielen Städten und Gemeinden etabliert haben, gehen gegen diesen Missstand an, schaffen aber verschwindend wenig. Auf www.foodsharing.de können sich Menschen, die Lebensmittel abgeben und Menschen, die welche übernehmen wollen, über Ort und Uhrzeit dieser Lebensmitteltransfers informieren.

Viele Konsumenten, die ihren Bedarf beim Einkauf überschätzt haben, nutzen die „Fair-Teiler“ im Eine-Welt-Haus (München, Schwanthalerstraße 80, geöffnet von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 22 Uhr) oder im Jugendinformationszentrum JIZ (Sendlinger Straße 7, geöffnet Montag bis Freitag von 13 bis 17.30 Uhr und samstags von 12 bis 15.30 Uhr). Dort kann man in Kühlschränken und Regalen überzählige Lebensmittel deponieren bzw. sich damit bedienen.

„Urban Gardening“ boomt in Großstädten, wo es oft an Grün mangelt. Umweltbewusste Konsumenten finden Freude daran, auf dem Balkon, der Terrasse, dem Dachgarten in Tonnen, Kübeln oder Kisten Tomaten, Kräuter und Salat zu ziehen und sich selbst zu versorgen. Auch Schrebergärten und „Krautgärten“ (www.stadtgueter-muenchen.de) bieten Raum für Leute mit einem grünen Daumen.

Für das Studium in der bayerischen Hauptstadt kannst du Förderung beantragen

Natürlich wirst du dich schon bei der Planung deines Studiums über Fördermöglichkeiten informieren. Dieser Link ist speziell für Studierende in Bayern hilfreich: http://www.studieren-in-bayern.de/rund-ums-studium/finanzieren/stipendien/

Aber auch während des Studiums oder bei Aufbaustudiengängen, bei der Promotion oder anderen wissenschaftlichen Abschlüssen lohnt es sich einen Blick hinter die Förder-Kulissen zu werden.

Unter vielen Fördermöglichkeiten findest du vielleicht die für dich passende: Neben dem bekannten BAföG Bayern bemühen sich eine Reihe von Institutionen wie das Elitenetzwerk Bayern, die Stiftung Maximilianeum oder das Max-Weber-Programm um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Förderung ist möglich beim Abschluss eines sehr guten Abiturs, beim Nachweis exzellenter Studienleistungen oder geplanter Forschungsvorhaben. Erwirbst du ein Oskar-Karl-Forster-Stipendium, kannst du u.a. mit Zuschüssen zu Fachbüchern und Druckkosten rechnen. Auch die Stipendien-Datenbank (Link s. im Annex) hilft dir weiter.

Studieren ohne BAföG ist mit einem studentischen Job als Promotionskraft oder Hostess durchaus möglich, wenn auch etwas erschwerter. Alternative Zuschüsse wären ggfs.

  • Wohngeld
  • Kindergeld und
  • Ausbildungsunterhalt, falls dies an dich direkt ausgezahlt wird, und/oder
  • Studentenkredite zu relativ günstigen Konditionen (aber Augen auf!)
  • sowie Bildungsfonds.
  • Grundsicherung zu beantragen kann in Ausnahmefällen, z.B. im Falle eines Teilzeitstudiums erfolgreich sein.

Ein Promoter-Job kann sich also für dich auszahlen!

Und dies nicht nur in barer Münze. Er kann dich bereichern in vielerlei Hinsicht; du erweiterst deinen Horizont, übst dich in Selbststeuerung und Selbstständigkeit, Gewandtheit und sozialer Kompetenz und führt dich – ohne dass du es merkst – mitten ins Leben. Allesamt Fähigkeiten, die dir auch beim erfolgreichen Abschluss deines Studiums aus den Startlöchern helfen.

Unser Rat:

Informiere dich frühzeitig über alle Wege, die für dich in Frage kommen könnten und lass dich umfassend beraten. Erfahrungsgemäß sind Studenten, die einen Teil ihres Mittelbedarfs über einen eigenen Nebenjob erarbeiten, umso zielstrebiger und nachhaltiger auf ihrem wissenschaftlichen Weg zum Erfolg. Vor allem, wenn dieser Job bei freier Zeiteinteilung dann ausgeübt werden kann, wenn die Beanspruchung durch das Studium dies zulässt. Denn eines ist klar: Dein Studium hat Vorrang!

Doch machbar sollte es sein und – auch Spaß machen. Wenn du konzentriert arbeitest, kannst du dir auch mal eine kleine Auszeit, ein unbeschwertes Erlebnis oder einen kleinen Luxus gönnen, wie sie die bayerische Hauptstadt ja reichlich bietet, zumal wenn sie von deinem studentischen Beschäftigung abgefedert wird. – Man lebt nur einmal, auch wenn James Bond etwas anderes behauptet!

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